Interview: Mary Langevin (1/2)

Wer sich mit der aktu­el­len For­schung zum M‑Locus (Mer­le) befasst, wird sehr schnell auf die Stu­die von Mary Lan­ge­vin sto­ßen, die als Pio­nie­rin auf dem Gebiet der Varia­tio­nen der Mer­le-Alle­le gilt. Im ers­ten Teil des Inter­views berich­tet Mary Lan­ge­vin über ihren Wer­de­gang: den Wunsch nach einem eige­nen Hund in ihrer Kind­heit, die Hun­de, die ihr Leben als Erwach­se­ne geprägt haben – und die Ras­se, an die sie ihr Herz ver­lo­ren hat. 

Anyo­ne who is invol­ved in cur­rent rese­arch on the M locus (mer­le) will very quick­ly come across the stu­dy by Mary Lan­ge­vin, who is con­si­de­red a pioneer in the field of varia­ti­ons in mer­le alle­les. In the first part of the inter­view, Mary Lan­ge­vin talks about her care­er: the desi­re for her own dog in her child­hood, the dogs that have shaped her life as an adult – and the breed she has lost her heart to. 

Wie sind Sie zu Ras­se­hun­den gekom­men? Hat­ten Sie schon in ihrer Kind­heit Hunde?

Als Kind habe ich Hun­de immer geliebt. Ich erin­ne­re mich noch dun­kel an einen Schä­fer­hund­misch­ling, den wir hat­ten, als ich noch sehr, sehr klein war. Ich habe vier Geschwis­ter, die ein gan­zes Stück älter sind als ich. Als ich alt genug war, um die Ver­ant­wor­tung für einen Hund zu über­neh­men, hat­ten mei­ne Eltern aber kein all­zu gro­ßes Inter­es­se dar­an, irgend­ein Tier im Haus zu haben. Mit mei­nen älte­ren Geschwis­tern hat­ten sie schon alle Arten von Tie­ren durch­ge­macht, die man als Haus­tie­re hal­ten kann, und woll­ten sich damit nicht noch ein­mal her­um­pla­gen müssen.

Vie­le Jah­re habe ich also dar­um gebet­telt, einen eige­nen Hund haben zu dür­fen. Eine mei­ner schöns­ten Erin­ne­run­gen ist des­halb auch der Tag, an dem ich elf Jah­re alt wur­de und sie sag­ten: „Komm, wir machen einen Aus­flug!“ Wohin wir fuh­ren, woll­ten sie mir nicht sagen, ganz gleich wie sehr ich auch bet­tel­te. Am Ziel ange­kom­men, hat­te ich noch immer kei­ne Ahnung, wo wir waren, denn weder das Haus, noch die Men­schen, die dort wohn­ten, hat­te ich schon ein­mal gese­hen. Ich erin­ne­re mich noch an das Bel­len, das aus dem Kel­ler kam. Ich wur­de nach unten gebracht, wo ich mir schließ­lich einen der Wel­pen aus­su­chen durf­te – einen Zwerg­pu­del, den ich Tina nann­te. Sie hat mein Leben verändert!

Mrs Lan­ge­vin, how did you get invol­ved with pureb­red dogs? Did you have dogs when you were a litt­le girl?

As a child I always loved dogs, I have vague memo­ries of a sheep­dog mix type of dog that we had when I was very, very young. I have 4 sib­lings who are qui­te a bit older than mys­elf and by the time I was old enough to pro­mi­se to take care of a dog by mys­elf my par­ents weren’t too inte­res­ted in having any kind of crea­tu­re in the house. They had been through every type of crit­ter that could be kept as a pet with all my older sib­lings and didn’t want the bother any longer.

I plea­ded for many years to be able to have a dog of my own and one of my grea­test memo­ries was the day when I tur­ned 11 and they said “come on, we’­re going for a car ride”. No amount of begging would get them to tell me whe­re we were going. They took to me a house with peop­le I had never met befo­re so I still had no idea whe­re we were. I remem­ber the sound of litt­le tiny barks com­ing from the base­ment, I was taken down­s­tairs to meet my very own pup­py, a toy pood­le that I name Tina. She chan­ged my life!

Wie hat sich Ihre Lie­be zu Hun­den im Lau­fe der Zeit entwickelt?

Als ich erwach­sen wur­de und von Zuhau­se aus­zog, ließ ich Tina bei mei­nen Eltern, da sie an die­ses Zuhau­se am meis­ten gewöhnt war. Ein Zuhau­se ohne Hund konn­ten mein Mann und ich uns aber bei­de nicht vor­stel­len, das fühl­te sich nicht rich­tig an. Mit den Hun­den, die wir uns in ver­schie­de­nen Tier­hei­men ansa­hen, konn­te er aber nichts anfan­gen, und weil er mir immer wie­der von einem wun­der­ba­ren Hund erzähl­te, den er ein­mal gehabt hat­te – angeb­lich ein „Cala­hoo­chie“ –, mach­te ich mich also auf die Suche nach einer Ras­se namens „Cala­hoo­chie“.

Es stell­te sich her­aus, dass der rich­ti­ge Name „Catahou­la“ lau­te­te. Wir beka­men also unse­ren ers­ten Catahou­la, Jag­ger, und ich ver­lieb­te mich in die­se Ras­se, in ihre Intel­li­genz und Anhäng­lich­keit. Danach kam noch einer und noch einer, und schließ­lich begann ich zu züchten.

How did your love for dogs evol­ve over time?

As an adult when I star­ted my own life, I left Tina with my par­ents as that was the home she was most used to. Living with my hus­band a home did not seem qui­te right without a dog. He couldn’t seem to make a con­nec­tion with dogs we would visit at various shel­ters and kept tel­ling me sto­ries about an ama­zing dog he used to have, he was told it was a “Cala­hoo­chie”.

So I went in search of a breed cal­led a “Cala­hoo­chie”. Turns out the name is a “Catahou­la”. We got our first Catahou­la, Jag­ger, and I fell in love with the breed; their intel­li­gen­ces and devo­ti­on. After that came ano­t­her and ano­t­her and I star­ted a bree­ding program.

Wie sieht es mit Ihrer Erfah­rung als Züch­ter aus? Wie vie­le Wür­fe wur­den bei ihnen geboren?

Ich habe 25 Jah­re lang Catahou­las gezüch­tet und hat­te ins­ge­samt 31 Wür­fe von 12 ver­schie­de­nen Hün­din­nen, aus denen 204 Wel­pen her­vor­gin­gen. Unser größ­ter Wurf bestand aus 14 Wel­pen, der kleins­te war ein Ein­lings­wurf. Wie jeder Züch­ter weiß, ist die Auf­zucht von Wel­pen mit einem hohen Maß an Arbeit und Enga­ge­ment ver­bun­den. Selbst wenn man kei­nen Wurf auf­zieht, ist der All­tag von der Hun­de­zucht geprägt – mit den Läu­fig­keits­zy­klen der Hün­din­nen, die sich mög­li­cher­wei­se nicht an den Zeit­plan hal­ten. Das gan­ze Leben wird von den Läu­fig­keits­zy­klen bestimmt, vor allem, wenn ein intak­ter Rüde im Haus­halt lebt! Im ver­gan­ge­nen Jahr habe ich beschlos­sen, mich aus der Zucht zurück­zu­zie­hen. Da ich unse­re Hun­de immer und über­all hin mit­neh­me, und es das Rei­sen sehr erleich­tert, ist nach dem Tod unse­res ältes­ten Hun­des – er ist 15 Jah­re alt gewor­den – außer­dem die Ent­schei­dung gefal­len, unse­ren Haus­halt zukünf­tig auf zwei Hun­de zu beschränken.

Im Moment leben Tig­ger und Bo bei uns, bei­de vier Jah­re alt. Ein Catahou­la wird zwei­fels­oh­ne immer zu mei­nem Leben gehö­ren, und weil ich das Glück habe, dass vie­le Nach­zuch­ten unse­rer ehe­ma­li­gen Zucht­hun­de noch in der Zucht ste­hen, wer­de ich auch in Zukunft immer einen Wel­pen bekom­men kön­nen, der auf unse­re Lini­en zurückgeht.

What about your expe­ri­ence as a bree­der? How many lit­ters did you breed?

I bred Catahou­las for 25 years, had a total of 31 lit­ters from 12 dif­fe­rent fema­les, resul­ting in 204 pup­pies. Our lar­gest lit­ter was 14 and smal­lest was a sin­gle­ton. As any bree­der knows, rai­sing pup­pies comes with a high level of work and com­mit­ment. Even when you are not rai­sing a lit­ter you are still dealing with bree­ding issu­es – fema­le heat cycles that may not fol­low sche­du­le the way they should. Your who­le life is ruled and based on heat cycles, espe­cial­ly when the­re is an inta­ct male in the house! I deci­ded last year to reti­re from bree­ding and after our oldest dog died at the age of 15 have deci­ded to keep our house­hold at 2 dogs to make tra­ve­ling easier as I always take our dogs whe­re­ver we go.

Right now we have Tig­ger and Bo, both 4 years. I will always own a Catahou­la and am for­tu­n­a­te that so many of our past dogs are invol­ved in cur­rent bree­ding pro­grams so that I can always get a pup­py from our lines in the future.